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VEREINTES EUROPA

Über siebzig Jahre Frieden und Wohlstand machen Europa zu einem historischen Erfolgsprojekt. Handel, kultureller Austausch, Freiheit und Wohlstand zeichnen unseren Kontinent aus. Doch Europa ist mehr als nur Brüssel und die Institutionen der EU. Wenn ich persönlich an Europa denke, fällt mir oft meine Osteuropa-Reise mit dem Interrail Ticket ein. Sich frei bewegen zu können, ohne vorher ein Visum beantragen, und ohne an Schlagbäumen von Grenzen haltmachen zu müssen – dieses Gefühl der Freiheit verbinde ich ganz persönlich mit Europa.

„Um globale Probleme lösen zu können brauchen wir eine Vertiefung der europäischen Gemeinschaft“

Dennoch gibt es in Europa politischen Handlungsbedarf. Die Institutionen der EU sind unfertig, viele Abläufe sind ist zu bürokratisch und zu intransparent. Europa darf bei den Bürgern nicht als abstrakte Ebene wahrgenommen werden, die sich ungefragt in Ihren Alltag einmischt. Die EU-Institutionen noch unfertig. Konkret fordere ich daher, die Rolle des Europäischen Parlaments zu stärken. Für das legislative Selbstbewusstsein wäre zum Beispiel die Einführung eines Initiativrecht des Parlaments wichtig.

„Europa brauch mehr Bürgernähe. Eine Reform des Wahlrechts wäre da ein guter Anfang“

Auch die Europawahlen als solches bedürfen meiner Meinung nach einer Reform. Denn obgleich das Parlament, welches wir wählen europäisch ist, stehen uns auf dem Wahlzettel nationale Parteien zur Auswahl. Transnationale Listen, auf denen man die europäischen Parteien wählen kann, sind daher aus meiner Sicht erstrebenswert. Die Wahlen sollten nicht nur geheim, unabhängig, allgemein und frei sein – sondern eben auch gleich. Damit würde Europa ein Stück nahbarer, verständlicher und bürgernäher.

Um die globalen Probleme unserer Zeit lösen zu können brauchen wir eine Vertiefung der Europäischen Union. Themen wie die globale Erwärmung, Migration und das Internet lassen sich auf nationaler Ebene kaum noch angehen. Insbesondere bei der Einwanderungspolitik der letzten Jahre hat sich gezeigt, dass Europa stärker zusammenarbeiten muss.

Denjenigen, die Angst davor haben, dass wir als Nationalstaat zu viel Macht an Brüssel abgeben kann ich nur sagen: Europäische Identität löscht nationale Identität nicht aus –sie existieren nebeneinander.

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